News & Themen  >  Wärmedämmung: Dämmen mit Polystyrol könnte bald teurer werden

Wärmedämmung: Dämmen mit Polystyrol könnte bald teurer werden

17.12.2014

Wärmedämmung: Dämmen mit Polystyrol könnte bald teurer werden

Bauminister ändern Zulassung wegen Brandverhaltens

Um Hausfassaden zu dämmen, wurde bisher häufig Polystyrol verwendet. Es ist im Vergleich zu anderen Materialien günstig. Aber dieser Vorteil könnte bald verschwinden. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Die Bauministerkonferenz hat jüngst beschlossen, die Zulassungsbestimmungen für Polystyroldämmstoffe aufgrund ihres gefährlichen Brandverhaltens zu ändern. „Das kann nur bedeuten, dass zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen sein werden, die das Bauen mit diesem Kunststoff verteuern“, erläutert Haus & Grund-Hauptgeschäftsführer Kai Warnecke.

Wer ein Haus bauen oder energetisch modernisieren möchte, muss die Fassade allerdings nicht unbedingt mit Wärmedämmverbundsystemen aus Polystyrol dämmen. Als Alternativen stehen Dämmstoffe aus natürlichen oder mineralischen Rohstoffen, beispielsweise Mineralwolle, zur Verfügung.

„Eine Polystyroldämmung ist aus mehreren Gründen problematisch“, erklärt Warnecke. Aufgrund seiner chemischen Eigenschaften kann der auf Erdöl basierende Kunststoff Polystyrol im Fall eines Brandes beschleunigend wirken. Polystyroldämmungen enthalten zudem häufig das giftige Flammschutzmittel HBCD, das in der Natur schwer abgebaut wird und dessen Herstellung mittlerweile weltweit verboten ist.

Mehr zum Thema

Energetische Gebäudemodernisierung neu denken

Energetische Gebäudemodernisierung neu denken

vom 05.02.2014

In einem gemeinsamen Pressegespräch des Deutschen Mieterbundes (DMB) und Haus & Grund Deutschland am 05.02.2014 in Berlin haben die Präsidenten beider Organisationen zu Fragen der energetischen Gebäudemodernisierung Stellung bezogen.

Haus & Grund begrüßt steuerliche Förderung energetischer Gebäudemodernisierungen

Haus & Grund begrüßt steuerliche Förderung energetischer Gebäudemodernisierungen

vom 25.10.2019

För­de­rung muss bei ver­mie­te­ten Ge­bäu­den ef­fek­ti­ver ge­stal­tet wer­den

Energie einsparen in Wohngebäuden

Energie einsparen in Wohngebäuden

vom 07.01.2015

Die Bundesregierung hat bei ihrer jüngsten Überarbeitung der Energieeinsparverordnung die Eigentümer von Bestandsgebäuden mit neuen Maßnahmen weitgehend verschont. Dennoch sind auch in diesem Jahr einige Fristen zu beachten, da bei einem Verstoß neuerdings ein Bußgeld droht.

‹ zurück