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Grundsteuerhebesätze: Berlin, Leipzig und Dresden an der Spitze

31.07.2012

Grundsteuerhebesätze: Berlin, Leipzig und Dresden an der Spitze

Wohnnebenkosten steigen weiter

Berlin, Leipzig und Dresden liegen mit Grundsteuerhebesätzen von 810, 650 und 635 Prozent bundesweit an der Spitze der Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern (siehe Tabelle). Das geht aus einer aktuellen Aufstellung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor, auf die der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hinweist. Absolut am stärksten stiegen die Hebesätze in Bad Homburg v.d.H. (+ 105 Prozentpunkte auf 345 Prozent), Stolberg Rhld. (+ 102 Prozentpunkte auf 495 Prozent), Darmstadt (+ 90 Prozentpunkte auf 460 Prozent), Gelsenkirchen (+ 90 Prozentpunkte auf 530 Prozent), Neumünster (+ 75 Prozentpunkte auf 450 Prozent) und Hannover (+ 70 Prozentpunkte auf 600 Prozent).

Haus & Grund kritisiert, dass durch die Grundsteuererhöhungen die Wohnnebenkosten weiter stiegen. Hiervon seien nicht nur selbstnutzende Eigentümer, sondern auch Mieter betroffen, für die die Grundsteuer im Regelfall ein Bestandteil ihrer Betriebskostenabrechnung sei.  

Grundsteuerranking der Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern

Stadt/Gemeinde

Hebesatz Grundsteuer B

 

2011

2012

Berlin

810

810

Leipzig

650

650

Dresden

635

635

Freiburg im Breisgau

600

600

Hannover

530

600

Duisburg

550

590

Düren

590

590

Essen

590

590

Leverkusen,

590

590

Oberhausen

530

590

Solingen

590

590

Bremen

580

580

Lünen

520

580

Quelle: DIHK, Realsteuerhebesätze 2012, Haus & Grund Deutschland.


Haus & Grund Deutschland

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